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    Fakultät für Mathematik und Informatik

    Hightech Agenda stärkt die Julius-Maximilians-Universität nachhaltig

    16.01.2020

    Die Hightech Agenda Bayern der Staatsregierung soll die Wissenschaft im Freistaat nachhaltig stärken. Die Uni Würzburg erhält zahlreiche neue Professuren und unterstreicht damit ihre Bedeutung in innovativen Forschungsfeldern.

    Die Universität Würzburg - hier das Hauptgebäude am Sanderring - profitiert von der Hightech Agenda des Freistaats Bayern.
    Die Universität Würzburg - hier das Hauptgebäude am Sanderring - profitiert von der Hightech Agenda des Freistaats Bayern. (Bild: Robert Emmerich / Universität Würzburg)

    Die Bayerische Staatsregierung hat im Oktober 2019 ihre Hightech Agenda Bayern vorgestellt. Am 15. Januar 2020 haben nun Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler die konkreten Pläne für die jeweiligen Universitäten bekannt gegeben: Demnach erhält die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) bis 2023 insgesamt 42 neue Professuren, 71 Stellen für weiteres Personal sowie Sachmittel.

    Das Ziel der Hightech Agenda ist die Stärkung von Wissenschaft, Forschung und Technologie im Freistaat. Sie besteht aus drei Säulen der Förderung: Die erste Säule bezieht sich auf den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und SuperTech, die zweite Säule richtet sich an die bauliche Sanierung bayerischer Hochschulen, die dritte Säule befasst sich mit einer Hochschulreform und damit der Stärkung der Forschung.

    „Wir freuen uns außerordentlich über die erfolgte Konkretisierung der Hightech Agenda des Freistaats, die uns jetzt unmittelbare Planungen ermöglicht und eine signifikante Stärkung des Forschungsstandortes Würzburg bedeutet“, erklärt hierzu Würzburgs Universitätspräsident Alfred Forchel. „Wir sind der Bayerischen Staatsregierung überaus dankbar für diese Pläne.“

    Neue Impulse für KI-Forschung

    Nach der Bekanntgabe erhält die JMU bis 2023 in der Säule KI/SuperTech sieben Professuren, 21 Stellen für weiteres Personal und 3,7 Millionen Euro Sachmittel. Damit wird der KI-Knoten „Data Science“ ausgestaltet, der an der JMU entstehen soll.

    Des Weiteren wird von der Staatsregierung ein Wettbewerb um 50 weitere KI-Professuren ausgelobt. Die JMU hat hierfür bereits ihre Teilnahme angekündigt. Präsident Forchel: „Künstliche Intelligenz gehört zu den zentralen Zukunftsthemen technischer Forschung und ist auch an der Universität Würzburg ein bedeutendes Forschungsfeld. Am Wettbewerb für die 50 weiteren KI-Professuren werden wir uns gerne beteiligen.“

    Auch im Bereich SuperTech ist der Standort Würzburg berücksichtigt. Wie in der Hightech Agenda durch den Ministerpräsidenten ausgeführt, unterstützt die Staatsregierung in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich die Ansiedlung eines außeruniversitären Instituts für Topologisches Quantum Computing, ein Thema mit außerordentlich großer Zukunftsrelevanz.

    Neue Forschungskapazitäten

    In der zweiten Säule der Agenda, Sanierung und Beschleunigung, wurde der JMU die Finanzierung des ersten Bauabschnitts des Ersatzneubaus für den Zentralbau des Chemiezentrums am Hubland zugesichert.

    Die dritte Säule, die Hochschulreform, wird an der JMU für einen Zuwachs an Forschungskapazitäten sorgen: Bis 2023 sollen zum einen hier 29 neue Professuren eingerichtet werden, insbesondere um den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehr Zeit für die Forschung zu ermöglichen. Hinzu kommen 44,8 Stellen für weiteres Personal und 5,6 Millionen Euro an Sachmitteln bis 2023. Allein im Haushaltsjahr 2020 bedeutet dies für die JMU sieben neue Professuren, 10,9 Stellen für weitere Mitarbeiter sowie 700.000 Euro an Sachmitteln.

    Eine besondere Förderung erhält zum anderen der Fachbereich Informatik, in dem die Staatsregierung auch die Zahl der Studienplätze erhöhen will. Hier werden bis 2023 sechs zusätzliche neue Stellen für Professorinnen und Professoren und sechs Stellen für weiteres Personal geschaffen. Hinzu kommt eine Förderung von einer Million Euro für Sachmittel.

    „Versicherung für die Zukunft“

    Wissenschaftsminister Sibler sieht in der Agenda ein wichtiges Signal für die Zukunft: „Wissenschaft und Forschung sind das Herzstück unseres Fortschritts, unsere Versicherung für die Zukunft. Mit der Hightech Agenda investieren wir massiv in die Zukunft des Wissenschaftsstandortes Bayern: über 13.000 neue Studienplätze im Bereich der Informatik, der Digitalisierung und der Technik. Das ist ein starkes Zukunftssignal und ein deutliches Versprechen an unsere Hochschulen. Bewusst stärken wir damit jede staatliche Hochschule mit zusätzlichen Stellen und neuen Studienplätzen – im ganzen Freistaat. Diese Initiative ist in Zeiten, in denen in anderen Bundesländern die Sicherung der Ausbildungskapazitäten im Vordergrund steht, ein mutiger und zukunftsweisender Schritt.“

    Von Kristian Lozina